Mittwoch, 23. Mai 2007
Tja, auch diese Woche schreitet voran. Ziemlich schnell sogar. Bin ich zur Zeit noch gut mit Flyer und Programme erstellen und Layouten beschaeftigt, so ist ab Freitag nachmittag dann schluss. Ich gucke mich gerade im Internet um, wo es denn noch warm genug zum Baden ist. Das Wetter hat sich hier ordentlich abgekuehlt, im Haus sind die Fenster immer auf (wuerden wir sie zu machen wuerde es auch keinen unterschied machen, waere halt nur stickiger), ich habe ja noch immer kein richtiges Zudeck. Nur so einen zerrupften Schlafsack, der nicht ganz ueber meine Fuesse reicht. So fuehlte ich mich gestern auch schon fast ein wenig angekraenkelt an, aber heute ist alles wieder vorbei. Nur muss ich nun im Pullover rumlaufen.
NUntja, gestern war ich beim Schneider. Man moechte ja gut angezogen wiederkommen, es wurden Masse genommen. Heute geht es zum Stoffkaufen weiter, und naechste Woche kann ich einen neuen Anzug abholen. So weit die Theorie. Ich bin gespannt, ob das wirklich so einfach klappt - und ob auch was anstaendiges dabei rauskommt.
Ich gruess mal wieder in die Heimat, hab ich doch schon laenger nicht mehr getan.
Freitag, 18. Mai 2007
ich habs endlich geschafft, unter ausfluege gibt es drei neue ordner:
xefina, unser eintagesausflug auf eine kleine insel vor maputo
Sued Afrika und Kruger Park, da gibts halt bilder von dem ausflug und
Bilene, der strand an der Lagune von letztem wochenende.
ausserdem gibt es drei bilder von unserem haus und von den waechtern des hostels unter unser haus und das hostel.
das muss jetzt erst mal reichen. ich wuensch allen beteiligten viel spass am wochenende, ein paar ruhige stunden oder mal nen richtig lauten abend. je nach dem.
Mittwoch, 16. Mai 2007
Da ist denn die Wochenends- und Arbeitswochenanfangmuedigkeit vorbei und man guckt sich munter in der Welt um. Am letzten Wochenende war ich mit dem Stefan und der Theresia und der Gabriela in Bilene, ein kleines NEst ca 150 Km noerdlich von Maputo. Laut reiseprospekt gibt es dort eine herrliche Lagoone, die nur einen kleinen Zugang zum Meer hat und dadurch viel waermer und schoener und sowieso viel besser als das grosse rauhe Meer ist.
Nach einer recht beengten Fahrt mit der Chapa sind wir noch am Vormittag angekommen und haben uns ersteinmal ein schoenes Fruehstueck gegoennt, so mit Kaffee und Pommes.
Der Strand beeindruckte mich anfangs schon, schoen weiss und fein, davor das Wasser in tuerkisen Farben, ein paar Restaurants dirket am Strand und ein wolkenloser blauer Himmel. Was will man mehr, also Schuhe ausgezogen und durch das heisse Kruemelzeug gestapft. Naja, bis man auf die erste Glasscherbe tritt...ein wenig Muell liegt halt doch noch rum, dazu angerostete Colaflaschendeckel und ziemlich viele Menschen, die verzweifelt versuchen Bastmatten und Holzfiguerchen zu verkaufen. Mit der Zeit wird das eie recht nervige Angelegenheit, immerhin bauen die auch ihr gesamtes Sortiment um mein Handtuch auf, obwohl sie sehr professionel ignoriert werden..
Die Freude ueber die Erfrischung im Wasser wurde leicht getruebt, als man mitbekam, dass ueberall kleine, schleimige und stinkende Algen auf der Wasseroberflaeche schwimmen und sich auf dem Lagoonenboden abgesetzt haben, auch die gefolgte Strandwanderung war nur bedingt erfolgreich, musste man doch staendig stinkende Algen und tote Fische einatmen.
Unsere Unterkunft war aber super, beinahe mit Meerblick (wenn diese Baeume nicht gewesen waeren..),, ein kleines Haeuschen fuer uns vier sogar mit eigenem Schlussel.
Und so genossen wir die Sonnenstrahlen, wurden knackig braun und entspannten uns. Sehr erholsam. Am naechsten Tag musste es zur Mittagszeit schon wieder zurueck gehen,der Abschiedsschmerz wurde jedoch durch komfortable Sitze im Bus gemildert..
Und wenn die Restaurants auch noch das Essen gehabt haetten, das sie auf die Karten geschrieben hatten, dann waere es perfekt gewesen..
Also ein sehr ruhiges und angenehmes Wochenende, die Planung fuer das naechste ist in vollem Gange. Die Arbeit im ICMA ist auch noch vorhanden, genauso wie der neue Praktikant der Botschaft, der nun meinen Sitz warmhaelt.
Gestern gab es im Haus Bratkartoffeln mit Spiegelei, danach ein paar Bier und nette Konversationen. Langsam werde ich auch meinen Rueckflug buchen. Die Zeit vergeht doch recht zuegig...
Mittwoch, 09. Mai 2007
Auf folgendes Konto koennt ihr Geld ueberweisen. Fuer jede Spende sind wir dankbar. Natuerlich wird es anschliessend einen Bericht geben, was genau mit dem Geld gekauft wurde. Fotos gibt's dann auch von dem Platz.
Zur Zeit steht die Idee mit der Ziege, einem Huehnerstall und / oder einem Konto, von dem sie jeden Monat einen bestimmten Betrag abheben koennen, damit sich die Kinder essen kaufen koennen.
Also, vielen Dank. Jeder Betrag ist willkommen. Sprecht doch auch eure Omas und Opas und Tanten und Freunde und Unis und Fremde auf der Strasse an.
So, die Nummer ist weg. Nun haben wir auch genügend Geld gesammelt. Vielen Dank dafür. Bei weiterem Spendenbedarf empfehle ich die Ärzte ohne Grenzen. Die machen auch sehr gute Arbeit, die von vielen Menschen dringend gebraucht wird.
Montag, 07. Mai 2007
Vieles ist passiert. Seit gestern Abend wohne ich in einem Haus, so mit eigenem Zimmer und einer Tuer, die man hinter sich zumachen kann. Dazu gibt es einen Fernseher und einen Waechter und eine Hausangestellte, die fuer die Sauberkeit von Haus und Waesche zustaendig ist. Eine tolle Sache, auch wenn ich mich nie daran gewoehnen werde, dass jemand anderes mein Bett macht und ich es jeden Abend aufs neue auseinanderfalten muss..
Aber ich freue mich, dass es doch noch geklappt hat. Zu Fotos vom Haus kann ich nur wie immer sagen: sobald ich mal im ICMA die Zeit dazu habe.
Des Weiteren ware ich am Wochenende auf dem groessten Markt von Maputo (Xipamanine oder so), da konnte man so ziemlich alles kaufen. Frei nach dem Motto: "Wir haben alles. Und was wir nicht haben koennen wir besorgen!" Huehner nud Taschen (billig kopiert) und Klamotten (neue Kopien oder gebrauchte Originale von anderen Kontinenten), Tuerschloesser und Nuesse, DVDs und Tuecher. Es war stinkig, dreckig, eng und dunkel. Man wurde immerzu angequatscht und am Durchgehen behindert. Dennoch war es interessant und unterhaltsam. Am Abend ging es dann fein essen (also ne Pizza) und anschliessend ab ins Coconut. Die groesste und einzige Grossraumdiskothek. Ein recht grosses Gelaende, mit Pool und Billard und Tischtennis und Restaurant und Lounge. Eine schoene Sache, da blieben wir dementsprechend auch etwas laenger, damit wir bei unserem Besuch im Waisenhaus der Theresia am naechsten Tag auch moeglichst muede waren.
Hab ich zumindest gut hinbekommen...nach ner halben Stunde Fahrt und noch ein bisl zusaetzlichen Fussmarsch kamen wir an, freudig von Theresia begruesst. Nach einem kurzen Rundgang ueber das Gelaende (ist halt nicht so gross) bekamen wir zwei, drei oder vier Staendchen, aus 30 Maedchenkehlen vorgetragen unterstuetzt von einer sogenannten Mama. Alter der Maedels: 4 bis 13. Nach dem Singen wurde getrommelt, noch mehr gesungen, getanzt, gespielt, gesungen..alles Gruppenspiele, bei denen wir natuerlich mit Begeisterung mitmachten. Zumindest die anderen..Aber es war lustig.
Hoehepunkt war dann kurz vorm Sonnenuntergang die Puppenhochzeit, bei der der Stefan (Praktikant der KAS) erfolgreich einen Pastor mimte (oder war es doch ein Priester.?) und von Jubelgeschrei und Traenen begleitet die beiden abgenutzten Spielteile miteinander fuers Leben band. Eine ergreifende Zeremonie..
Insgesamt also ein langer Tag, denn danach kam ja noch der Umzug. Das Waisenhaus als solches ist eine von wohl vielen Institutionen, durch die jemand versucht Gutes zu tun. Leider bekommt die Enrichtung nicht genuegend Geld, um wirklich schoen zu leben, zu essen gibt es Reis. Dazu Fisch oder Matapa, so ein Spinataehnliches gruenes Schleimzeug, das aber ganz gut schmeckt. Respekt vor Theresia, unter welchen Bedingungen sie lebt. Den Kindern gilt natuerlich der gleiche Respekt, immerhin leben sie dort ja fuer immer, aber sich von deutschen Lebenstandards auf solch ein Niveau herunterzulassen ist schon gewagt. Erkennt man ja auch an den Ausschlaegen und Ausbeulungen, die Theresia mit sich rumtraegt..ganz gesnd ist es halt nicht, das Wasser ist nicht sauber, Vitamine sind Mangelware und von abwechslungsreicher Kost und geschmacksintensiven Erlebnissen kann man nur traeumen. Immerhin haben sie (meistens) Strom.
Nun noch mal zu den knallharten Fakten: Theresia hat ihre Familie und Freunde, Verwandte und Bekannte aufgerufen fuer das Waisenhaus etwas zu spenden, damit sie sich vielleicht ne Ziege und ne Waescheleine, eventuell genuegend Betten und eine Klospuelung leisten koennen. Diesen Aufruf gebe ich hiermit weiter, damit wir den kleinen Kindern helfen, die Theresia zum Nationalhelden ausrufen und wir uns alle etwas besser fuehlen koennen.
Noetig haetten wir es doch alle.
Mittwoch, 02. Mai 2007
Der Ausflug war wirklich super. Am Freitag abend sind wir mit dem Bus nach Nelspruit gefahren, haben uns dort im Funky Monkeys (Backpacker mit Pool und Billard und auch sonst ganz nett) niedergelassen und am folgenden Morgen unser Auto abgeholt. Damit sind wir dann los zum Kruger National Park, ein recht grosses Stueck Land, gefuellt mit ziemlich viel Gestruepp. Tiere gab es natuerlich auch, viele Impalas und Kulus, ein paar Zebras und Giraffen nud einen Elefanten haben wir gesehen, abends dann Gnus und Nashoerner (sogar eine Mutter mit Baby, das immerzu rumlif, auch recht dicht ans Auto kam).
Nach einer Nacht campen (den Abend haben wir ausserhalb vom NP verbracht nud haben mit ein paar Suedafrikanern gegrillt, sehr kranke Typen, aber so sind sie ja meistens) ging es morgens gleich wieder rein in den Park. 11 Stunden hatten wir dann zum langsam rumfahren, was mit der Zeit sehr laaaaaaaaaaaang werden kann. Aber wir wurden abends mit der Sichtung eines Leoparden (oder war's ein Gepard?) belohnt, dazu noch Nilpferde und wieder Nashoerner... insgesamt war der Besuch recht erfolgreich, auch wenn wir die Loewen und die Bueffel verpasst haben.
Die Nacht verbrachten wir in einem Apartment. In Suedafrika zahlt man irgendwie immer pro Person, die Wohnung und die Taxis kosten pro Person immer gleich viel, egal wie viele es benutzen..
Am Montag sind wir dann auf der Panorama Route zum Blyde River Canyon gefahren, dem drittgroessten Canyon der Welt (nach dem Grand Canyon, USA und dem Fish Eagle Canyon, Namibia). Dort gab es Wasserfaelle und Fluesse, Berge und Voegelund schoene Aussichten. Dazu schien die Sonne und Essen hatten wir auch, also alles bestens.
Abends ging es wieder zurueck nach Nelspruit, dort uebernachteten wir, gaben das Auto zurueck und rockten den Vormittag lang die Riverside Mall (wir haben gefruehstueckt und die Computerspiele ausprobiert). Das Warten auf den Bus verkuerzten wir uns mit einem Bier im Pub und alle waren gluecklich und entspannt.
Und weil uns das alles so gut gefallen hat, wollen wir am liebsten schon am naechsten Wochenende wieder wo hin. r Genauere Plaene stehen noch aus, aber da wird sich schon was finden. Das Wetter sit hier auch nocht gut, nachts wird es mitunter schon recht kuehl, tagsueber kommen wir aber noch immer ueber die dreissig grad.
Der Umzug ins Haus hat auch zu diesem Monatsanfang nicht geklappt, den Schluessel bekommen wir wohl am Freitag..naja, ich glaube noch nciht so daran und richte mich erst mal wieder im Hostel en. So schlecht ist es eigentlich auch nicht.
Souvenirs gab es in Suedafrika auch, dort sind sie irgendwie viel billiger. Witzigerweise gibt es dort aber die selben Ketten und Figuren wie in Mosambik. Und geschnitzt werden sie alle aus Nilpferdknochen aus Kenia..sogar die Stoffmuster und gemalten Figuren sind exakt die selben.
Heute ist die Eroeffnung der deutschen Kulturwochen und der europaeischen Filmwochen. Dazu hab ich dann mit der Praktikantin des ICMA eine Fotoausstellung aufgebaut. Man ist gut beschaeftigt. Morgen gehe ich dann wohl mal wieder zur Botschaft. Schadet sicherlich ja auch nciht, wenn man sich dort wieder blicken laesst, immerhin mach ich das Praktikum ja dort. Dann kann ich vielleicht auch ein paar Bilder hochladen. Aber versprechen tu ich nichts.
Lieben Gruss an Alle und noch ein paar mehr !
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