Beeplog.de - Kostenlose Blogs Hier kostenloses Blog erstellen    Nächstes Blog   

Der Flysch in Maputo


Du befindest dich in der Kategorie: auf Reisen

Montag, 02. April 2007
Swasiland
By flyschwolf, 11:39

Nun bin ich wieder zurück. Und es war toll. Naja, die Fahrten hin und zurück waren gewöhnungsbedürftig, aber sonst..gefahren sind wir in einer Chapa, also so einem Minibus für 15 Passagiere (normalgroß und normalbreit). Ich bin von der Natur halt etwas länger gebaut worden, wodurch ich mich schon recht falten musste. Aber so ist das halt hier in Afrika und ich bin ja gut angekommen. An der Grenze war alles etwas aufregend, weil nicht so richtig klar war, wo wir bei wem was zeigen mussten, aber wir sind auch da gut durchgekommen.
Empfangen wurden wir auf dem Busbahnhof von Manzini von einem Chaos von Stimmen und Hupen und Bussen und Minibussen und Marktständen. Total verworren und unübersichtlich, und zur gleichen Zeit anscheinden doch irgendwie geordnet. Faszinierend.
Dann habe ich mein Visum beantragt, welches ich ne Stunde später auch schon in den Händen hielt. Sehr problemlos. Nicht mal meine Fotos wollten sie haben, die ich extra habe machen lassen.

Swasiland kam uns sehr angenehm vor. Berge und Täler wechselten sich ab, die Menschen sehen sauberer und organisierter aus als in Maputo. Die Gehsteige sind heil, es gibt Geschäfte und richtliges Leben. Die saubere Luft möchte ich hier auch erwähnen.
Im Nationalpark sind wir dann auf Wanderung gegangen, haben Zebras und Impala und Nyala und so eine exotische Kuhsorte gesehen (jetzt kein Büffel, sonder so was anderes). Dazu gab es Krokodile, viele schöne Vögel und Nilpferde in der Entfernung. Zwei Tage sind wir gewandert und haben die Kulisse genossen, danach hatten wir das Gefühl genug gesehen zu haben und sind wieder zurück gefahren. Auf dem Rückweg haben wir bei der nationalen Glasfabrik vorbeigeguckt. Nunja, da wird halt Glas geformt.. aber bevor man ein schlechtes Gewissen bekommt, weil man es nicht gesehen hat und Angst hat etwas verpasst zu haben ist es besser sich das mal anzugucken.

Swasiland selber ist das kleinste Land in Afrika, hat dafür aber einen Finanzhaushalt, der gegen alle Theorien spricht. Irgendwie weiß niemand, wie sich das Land noch hält, die Währung haben sie schlauerweise an den Südafrikanischen Rand gekoppelt. Dafür hat Swasiland wohl aber die höchste Aidsrate mit irgendwas in den 40ern an Prozenten, zieht man Alte und Kinder ab, bleiben sogar noch 63% infizierte übrig. Es gibt Menschen, die rechnen in den nächsten Jahren mit einem Zusammenbruch der Gesellschaft, weil die Menschen dann einfach weg sind.

Ich konnte mir das nur schwer vorstellen, dass so beinahe jeder zweite infiziert ist. Die sehen doch alle so geschäftig und munter aus..

Zurück in Maputo wurde enem noch mal der Unterschied klar. Sofort hatte man wieder eine menge Freunde ("my friend, my friend, do you want to buy ? i make special price"), die Leute drängeln und müffeln. Aber so ist das halt. Theresia, die Reisebegleiterin sozusagen, musste (oder wollte) zurück zum Waisenhaus. Da ist der Unterschied der gesehenen Lebensweisen sicherlich noch größer.

Aber nun ruft die Arbeit, nachdem das Europafest vorbei ist (ich glaub mir wurden meine Schuhe geklaut) muss ich mir neue Aufgaben suchen. Aber dann ist ja auch erstmal Ostern, es sieht so aus, als wenn ich nach Südafrika fahre. Man muss sich die Welt ja mal angucken..

Bilder von Swasiland sind im Ordner Ausfluege unter Swasiland online !

[Permalink]


Montag, 19. März 2007
Zu spääääääääät...
By flyschwolf, 14:22

Für's WE war ein Ausflug auf die Inhaca Insel geplant, ca 30 km vor Maputo. Eine Insel, auf der man Tauchen und Schnorcheln kann und ein prima Leben hat.
Also sind wir morgens am Samstag los, um sieben musste man schon bei der Fähre sein, ein recht kleines Schiff mit viel Rost. Wir kauften uns Tickets für die 2. Klasse, sind ja  immerhin billiger.  Leider und wider Erwarten berechtigte uns das jedoch nicht in der ersten Klasse zu sitzen, wo wir dann auch rausgeworfen wurden. 2. Klasse bedeutete im Bauch des Schiffes zu sitzen oder draußen an der Reling, also draußen in der knalligen Sonne. Man muss ja ins Urlaubsfeeling kommen.
2,5 Stunden dauerte die Überfahrt. Wir kamen auf einer Insel ohne viel Palmen und wenig toll aussehendem Strand an. Aber die Sonne knallte und uns war warm.

Abgeholt wurden wir von nem Mosambikaner namens Flavio, ein 16 jähriger Kerl, der uns bei jeder Gelegenheit Geld aus der Tasche ziehen wollte (bildlich gesprochen). Aber er gab uns eine Unterkunft in einer Strohhütte mit Wellbelchdach, wo wir für unschlagbare 10 Euro übernachten konnten. Verglichen mit den minimalen Kosten von 85 Dollar auf der einzige Lodge der Insel recht günstig.
Die Insel beherbergt 6000 Leute, wobei ich mir nich sicher bin wo die sich alle versteckt haben.

Egal, wir sind ab an den Strand und baden gegangen. Das Wasser hatte seine bräunliche Färbung verloren und stank auch nicht mehr wie vor Maputo. Mit der Zeit stellten wir fest, dass die Strände gar nicht wirklich da waren, denn die Flut kam ziemlich nahe. So nahe, dass mein Handtuch nass wurde und es keine Fluchtmöglichkeit mehr gab, denn hinter uns war ne Felswand. Also Strand gibts nur bei Ebbe war die Erkenntnis.
Aber war trotzdem genug Zeit, um die Haut überzustrapazieren.

Abends ging es in eins der drei Restaurant, wo man total überteuert schlechtes Essen bekam. Der nächste Tag, es war ein Ausflug zum örtlichen Riff inklusive Schnorcheln und vielen bunten Fischen geplant, begrüßte uns mit einer geschlossenen Wolkendecke und Kälte. Aber so richtig, kalt und windig. Damit fiel das Schnorcheln aus. Was aber noch bedrückender war, war die Nachricht, dass bei dem Wetter keine Fähren fahren. Wir saßen also auf der Insel fest.
Nachdem wir das übrige Geld gezählt hatten und ausgerechnet habetten was wir uns noch leisten können ging es auf nem windigen Strandspaziergang zur Biologischen Station. Nach ein paar Stunden kamen wir auch an und stellten fest, dass es ein Museum gibt. Da der Typ am Engang aber Eintritt verlangt, drehten wir wieder um. So spannend sah es dann doch nicht aus.
Der Tag verging dann mit schlafen und Lesen, abends gab es fettigen Fisch und Pommes mit Reis.

Heute morgen (am Montag fahren die Fähren nie) sind wir dann mit einem Fischerbott nach Maputo zurückgetuckert. Ein kleines Gefährt, beladen mit stinkendem Fisch von den letzten Tagen, der in Maputo verkauft werden soll, und ca 30 Leuten. Die Fahrt war sehr entspannend, erinnerte mich an den Segeltörn in Australien. Die Sonne schien wieder, die kalte Wetter vom Vortag war wohl nur ein Versehen, die Haut wollte in den Schatten, der Magen wollte was zu Essen (dafür gab es kein Geld mehr) und der Kopf wurde durch das Schaukeln ziemlich müde. Es gab aber nicht genug Platz zum Ausstrecken. Also drei Stunden langs rumkauern und Qualen im trüben Wasser suchen. War schön.

Im Hafen von Maputo angekommen habe ich mein Handy angeschaltet, denn der Akku war natürlich (passte ja gerade)  leer, so dass ich es gestern aus hatte. Kaum angemacht erreicht mich ein gehetzter Anruf aus der Botschaft, denn die Leute wußten ja nicht, wo ich abgeblieben bin. Ich konnte sie beruhigen, hatte mich halt nur um 7 Studnen verspätet. Also eilte ich shcnell zum Hostel, zog mich um und ging sofort zur Botschaft. Dort wurde mir jetzt berichtet, dass die kurz vor ner Großfahndung standen, alle Polizeistationen anrufen, Krankenhäuser und mich dann als vermisst melden. Ja, so funktioniert das. Ich war leicht gerührt über die Umsichtigkeit und konnte mich nur entschuldigen, denn ich war leider nicht im Besitz irgendeiner Handynummer von den Botschaftsmitarbeitern.

Aber nun sind alle wieder zufrieden und beruhigt. Nur ich habe noch Hunger, denn Zeit zum Essen war noch nicht.
Vielleicht lade ich noch neue Bilder hoch, ansonsten wird es morgen was.
So, und nun bin ich schön braun (eventuell ein wenig rötlich) und kümmer mich mal ein wenig um meine Aufgaben hier..

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]




Kostenloses Blog bei Beeplog.de

Die auf Weblogs sichtbaren Daten und Inhalte stammen von
Privatpersonen. Beepworld ist hierfür nicht verantwortlich.

Kalender
« Juni, 2026 »
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930     
Links
 · Bilder
Kategorien
Login / Verwaltung
 · Anmelden!
RSS Feed