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Der Flysch in Maputo


Freitag, 27. April 2007
Die Zeit fängt an zu rasen
By flyschwolf, 08:56

Nun ist es schon wieder Freitag, heute abend werden ich mit drei Leutz aufbrechen, um ab Samstagmorgen in einem Mietauto den Krüger Nationalpark zu bestaunen. Bin ich mal gespannt, welche Tiere ich da zu Gesicht bekommen werde.
In Südafrika ist das ein recht langes Wochenende, viele haben vonFreitag bis Dienstag frei, so dass der Krügerpark auch ausgebucht war. Dementsprechend übernachten wir in Hostels drum herum, aber das kann ja trotzdem lustig werden.
Vielleicht schaffen wir auch noch einen Ausflug zum Blyde River Canyon, der ist nur 60 km weg und ist der drittgrößte Canyon der Welt. Das klingt doch nach was..

Arbeitstechnisch bin ich gut beschäftigt seit ich im Kulturzentrum bin. Die Vorbereitung der Kulturwochen geht in die letzte Phase, am 2. Mai ist offizielle Eröffnung.

Gestern hatte ich wieder Portugiesischunterricht, ich hab mich ziemlich amateurhaft gefühlt, aber so ist das wohl am Anfang immer. Immerhin gab es bisher nur wenig neues, nur noch mal ordentlich erklärt und aufbereitet.
Der Brasilianer macht gute Fortschritte im Deutschunterricht, immerhin lesen kann er schon ganz gut, nur das Verstehen..naja, sind halt zwei verschiedene Dinge.

Am Mittwoch war ich im franz. Kulturzentrum, dort haben drei Menschen aus Senegal modernen Tanz aufgeführt. Die Verrenkungen, die sie angestellt haben waren schon beeindruckend, nur leider war das Stück größten Teils ohne Musik, wodurch es schon seltsam rüberkam. Aber die Zuschauer mochten es, gemessen am Applaus, sehr doll. Ich war eher froh, als es vorbei war, denn auf die Dauer wurde man ziemlich müde..

Am Donnerstag war dann das Halbfinale der Cricket Weltmeisterschaften. Ich find das Spiel ja sehr gut, ist nicht so stressig wie Fußball, aber trotzdem spannend. Wenn auch anders spannend..und wenn die Spiele nachmittags um drei anfangen, dann muss man eigentlich auch nicht vor abends um sieben anfangen zu gucken. Die Spiele gehen dann meistens bis 10 oder 11.
Das Finale werde ich nun wahrscheinlich verpassen, ich drücke aber Australien die Daumen. Die spielen gegen Sri Lanka..Länder spielen da mit...neeeeneee..

Nunjut, ich geh denn mal los, wünsche allen ein frohes erstermaiwochenende mit friedlichen Demos oder einfach nur vorm Fernseher sitzen.

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Montag, 23. April 2007
meld mich mal..
By flyschwolf, 16:31

So, ich arbeite zur Zeit im dt. Kulturzentrum. Da hat nman weniger Zeit und nicht so tolle technische Sachen wie Bildbearbeitsungsprogramme und so..

Deshalb gibts erst mal keine neuen Bilder.

Am Wochenende war ich mit ein paar Leuten auf einer Insel...den Namen habe ich natuerlich vergessen. Aber sie ist sehr dicht vor Maputo, ist ziemlich klein und unbewohnt..naja, fast. Offiziell ist sie wohl unbewohnt, wir teilten sie uns aber mit einer handvoll anderer Leute und ein paar Ziegen. Aber wir waren gut vorbereitet, hatten Essen und Trinken und genossen so einen Strandtag wie er im Buche steht. Sonne, Meer und Spiel. So kann man es aushalten.

Heute hatte ich auch mene erste Stunde Portugiesischunterricht. Ich habe mir gedacht ich fange besser jetzt an, ansonsten verliere ich noch gaenzlich die Motivation. Und das wollen wir doch vermeiden. Danach tat mir der Mund vom seltsame Laute sprechen weh..

Tja, ud nun helfe ich bei der Vorbereitung zu den Kulturwochen mit, die hier am 2. Mai beginnen werden.

Gruss an alle, besonders Mutti und Oma.

 

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Montag, 16. April 2007
diese Arbeitsmoral..
By flyschwolf, 15:23

..da ruft man bei South African Aiways in Maputo an, wird mit brüchigem Englisch gebeten kurz zu warten..und sitzt dann auch noch eine halbe Stunde später am Hörer. Muntere Tippgeräusche und ab und zu ein portugiesisches Plauderchen zeugen davon, dass der Gesprächspartner noch in Reich- , zumindest aber in Hörweite.
Also leg ich auf und ruf noch mal an, kann ja sein, dass sie den Hörer neben ihr auf'm Schreibtisch vergessen hat. Aber auch nach nochmaligem Reden mit der netten Dame wird der Hörer lautstark auf dem Schreibttisch abgelegt.
Und auch die Idee, mit dem Fahrer der Botschaft zum Flughafen und zum Büro von SAA dirket zu fahren verläuft im Sande, nachdem mir mitgeteilt wurde, dass dieses heute sowieso geschlossen ist..
Ein Wunder, dass überhaupt noch Flugzeuge starten...
eigentlich wollte ich nur ne Preisauskunft haben.

Damit habe ich also den Vormittag verbracht.

Das Wochenende war nur bedingt spannender. Der geplante Abend mit Musik und viel Lustig viel ins Wasser, nachedem in der Bar, die wir uns ausgesucht hatten, natürlich nix los war. So haben wir immerhin Zeit zum Schaf(s)kopf spielen gehabt.

Und da haben wir schon eine super Überleitung zur Theresia, immerhin hat sie ja die Karten dafür dabeigehabt. Hiermit grüße ich recht freundlich und herzlich von ihr: die Elisabth und den Norbert, dazu Johanna, Jakob, Frido, Linus, Babsi, Kilian, Gabriel und natürlich Xena.

Am Sonntag waren wir im Holiday Inn schwimmen, naja, immerhin rumplanschen. Zuvor gab es die schon seit langer Zeit vermissten und heiß begehrten Nudeln mit Ketschup. Immer wieder ein kulinarisches Erlebnis.

Heute Abend werde ich in einer Hostelecke sitzen und lesen, morgen gibt's dann im dt. Kulturzentrum 'Elementarteilchen' zu gucken. So weit die Planung.

Den Lesern wünsche ich einen fröhlichen Wochenstart, auf dass die Sonnenstrahlen eines jeden Gemüt erhellen !

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Freitag, 13. April 2007
ich mal wieder
By flyschwolf, 11:15

viel los ist hier mal wieder nicht. gestern nacht hat es kräftig geregnet, alle leute, die da keine ordentliche hütte hatten stehen nun mit den waden im wasser.
mir wurde mitgeteilt, dass die leute, die sich bei der explosion des munitionslager verletzt hatten, noch immer im teils kritischen zustand in den krankenhäusern liegen. die eigentlich geplante ausfuhr von kranken in hospitäler in südafrika hat nicht stattgefunden. der präsident hatte eine kommission gegründet, die die umstände der explosion erklären sollte. zwei wochen hatten sie dafür zeit bekommen, welche inzwischen verstrichen sind. niemand weiß, ob die kommission einen bericht vorgelegt hat, denn sie untersteht dem präsidenten direkt und unterliegt strenfster geheimhaltung. so wird das hier doch nie was..
es wird aber schon von entschädigung gesprochen, nur die zahl der betroffenen schwankt noch etwas.

über ostern soll ein südafrikanischer familienvater überfallen worden sein. er war mit nem kumpel an der südafrikanischen grenze unterwgs zum strand und wurde von drei leutz mit automatikwaffen angehalten. er steigt aus und sagt sie sollen alles nehmen, was sie wollen. sie sagen sie wollen nix und er sol lwieder einsteigen. dann fangen sie an zu schießen. mann haut im wagen ab, wird aber getroffen. sein kumpel bleibt unveröletzt. sie fahren noch ein bisl, holen per telefon die polizei und werden von der zur grenze eskortiert, von wo ein krankenwagen den weitertransport besorgen soll. 7 stunden nach dem überfall kommt erst die ärztliche hilfe.
und nun weiß man nicht, was nun stimmt. es gab wohl nen überfall, aber dass die mosambikanische polizei bei anruf einfach kommt und dann auch noch ne eskorte gibt ist unwahrscheinlich, auch kann man in dem gebiet nicht so richtig rumfahren, alles loser tiefsand. da bracuht man stunden für wenige kilometer.

ich finde es interessant, mit welchen gründen einige sachen nicht stimmen müssen. auf so was wäre ich nie gekommen..von wegen die polizei würde doch nicht helfen!. ist schon ein seltsames land.

am we will ich mir mal wieder ein konzert angucken, im französischen kulturzentrum soll wieder was los sein. mal sehen.

viel arbeit ist hier nicht gerade, nur fünf deutsche sind zur zeit in der botschaft, dadurch ist es recht ruhig.

langsam nähert sich der winter. die temperaturen sinken, heute sind nur 25 grad vorausgesagt, aber das ist auch ein teifstand. es wird schon wieder etwas raufgehen. dafür lässt die anzahl der mücken nach (bisher bin ich ja malariafrei durchgekommen) und es sollte eigentlich weniger regnen. nunja, letzteres stimmt irgendwie nicht, aber immerhin wird es früher dunkel. da kommt im hostel immer so heimelige stimmung auf, kann man prima müde werden und schlaaaaaaaaaaafen.

schlafen ist hier sowieso mein hobby, habe ich selten in meinem leben so genossen. gleich neben dem essen, das ist auch gut.

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Dienstag, 10. April 2007
So war das in Südafrika
By flyschwolf, 12:45

Da bin ich wieder. Ich hoffe ihr habt alle schön die (hoffentlich) freien Tage genossen und inzwischen auch wieder gut in den Alltag geplumst.
Ich bin heute Morgen gegen acht aus dem Bus geworfen worden, weil er nicht mehr weiterfahren wollte. Aber ich ja auch nicht, so passte das ganz gut.

Letzten Mittwoch ging die Fahrt los, elf Stunden NachtbusfahrtzwischenengenSitzenundnatürlichvergessenwaszuTrinkenoderEssenmitzunehmen. So schwierig, wie das letzte "Wort" zu lesen ist, so war halt auch die Fahrt. Aber in Pretoria konnte ich mich in der kühlen (eigentlich schon kalten) Nachtluft prima recken und strecken. Dank vorbildlicher Organisation (und etwas Glück) wurde ich auch pünktlich abgeholt und zu Andrea gebracht, die, wie aufopferungsvoll, sogar a bisl früher aufgestanden ist. Immerhin war ich schon um viertel nach fünf in der Stadt.
Sie fährt zur Arbeit, ich zum EInkaufen, denn nett wie ich bin und klug wie der Brasilianer im Hostel ist, hat er mir ne Einkaufsliste gegeben. Ich möchte "doch bitte ein paar Dinge für ihn einkaufen, die es hier in Maputo nicht gibt..". Naja, ich wußte ja nicht, dass er möchte, dass ich ihm Bratpfannen und nen Drucker mitbringe ! Aber hat alles geklappt.

Und denn ging es auch spontan mit etwas Verspätung los in die Drakensberge, so mit kühlem Wetter, langer Fahrt, seltsamen Straßenverläufen und Zelten (man beachte die Großschreibung, hier meinte ich die Plastehüllen, in die man sich zum Schutz vor der bösen Umgebung verkriecht, nicht das Verb. wer zeltet schon im Kofferraum...?!?) im Kofferraum.
Unser Basecamp war wohlbedacht gewählt, mit großem Pool, einem tollen Panorama, kostenlosem Kaffee und Tee und nem Grill im Grünen. Leider musste das Grün aber auch grün und frisch bleiben, dazu hat die Natur den Regen erfunden. Und leider war es wohl mal wieder Zeit zum Gießen. Aber von ein paar Tropfen lässt man sich nicht einschüchtern, also ging es in aller Frühe am nächsten Morgen los (ich muss hier noch erwähnen, dass wir am ersten Abend ein gigantisch großes Stück Fleisch gegrillt haben, wenn ich mich nicht irre 2,5 Kilo an einem Stück. Da wurden wir alle satt..). Ab in die Berge. Auf holprigen Wegen spazierten wir so durch die Täler und Höhen, erklommen schließlich eine Art Plateau (ne Hochebene halt) und genossen die Ruhe. Nur ein paar Vögel unterbrachen, unterstüzt von ein paar zirpenden Dingseln, die Stille. Es war sehr angenehem. Wasserfälle und Flüsschen gab's auch noch, dazu Wanderstöcke (mit Liebe von EInheimischen angefertigt) und ne Packung Nüsse mit Rosinen.
Der nächste Tag war nicht schlechter, diesmal war der Pfad etwas waldiger, trotzdem nicht unspektakulärer.
Nur nachts..da hat es geregnet. Ich bin ja sehr froh, dass mir ein Zelt zum Übernachten zu Verfügung gestellt wurde, aber nach drei Nächten mit Regen und einer diagonalen Länge von 1,90 m (gefühlte 1,50) war's genug, das Wasser lief rein, und eine Mauer von Klopapier schützte meine Sachen. Trotzdem war es schön im Zelt zu schlafen, morgens früh aufzustehen und in den Bergen zu stehen, abends die Sterne angucken und vergeblich Sternenbilder versuchen zu finden..

Als der Regen aber zu doll wurde ging es am Sonntag zurück nach Pretoria. Dort hat Andrea zum Abendbrot eingeladen (mal wieder was leckres essen..), am nächsten Morgen gab's denn Brunch. Und weil die Sonne schien und man Zeit hatte und sowieso, haben wir Cricket gespielt. Hätte ja nie gedacht, dass das Spaß machen könnte..hat's aber. Und ist gar nicht mal so einfach, die Profis wissen schon, warum sie immer trainieren.

Am Montagabend ging's dann wieder in den Bus, knappe zwei Stunden stand ich in Jo'burg am Busbahnhof, weil es das Unternehmen (Intercape heißen die) verpeilt hat nen Bus nach Maputo bereit zu stellen. Aber dann haben sie doch ne Gurke gefunden und damit ging es dann zügig über die Grenze zurück ins Müllland..das ist jetzt nur auf die Straßen von Maputo bezogen. Ansonsten ist es sehr schön hier..

Gerade wurde mir mitgeteilt, dass der nächste Praktikant (kommt Ende April, beginnt mit der Arbeit Mitte Mai) wohl erstmal der letzte ist, weil Maputo als zu gefährlich für Praktikanten vom AA  eingestuft wurde. So sind die hier drauf..

Fotos gibt's wie immer mit ein bisl Zeitverzögerung. Dann aber unter Ausfluege und Drakensberge. Bis die Tage !

Und nicht vergessen: der liebenswerte Herr Papa feiert heute seinen Geburtstag ! Auch hier noch mal alles Gute !

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Mittwoch, 04. April 2007
Auf geht's !
By flyschwolf, 15:01

Mal wieder ab in die weite Welt. Heute abend geht es in einem (hoffentlich) bquemen Reisebus nach Pretoria. Für eine Strecke von knapp 460 km benötigt diese Riesenschnecke auch nur etwas weniger als elf (!) Stunden. Immerhin könnte das auch bedeuten, dass ich ein wenig Schlaf finden werde.
Morgen soll es dann, so ist die Planung, weiter gehen in die Drakensberge, eine angeblich schöne Berkette im Südosten Südafrikas. Gleich an der Grenze zu Lesotho, weiß man ja...
Wir haben uns vorgenommen zu zelten und zu wandern, ich hoffe eher auf eine gnädige Sonne und den großen Pool.
Rein Theoretisch komme ich am Dienstag Vormittag wieder in Maputo an, dann kann ich auch erzählen, ob die Berge wirklich so schön sind und ob Wandern in Sandalen trotzdem Spaß macht.

Bis dahin wünsche ich frohe Ostern, sammelt nur Eier auf, die ihr auch vorher versteckt habt und esst anschließend nicht zu viele davon einfach auf. Bedenke, dass hinter jedem Ei ein Huhn steht, dass viel Hingabe in die Produktion dieses investiert hat.

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Montag, 02. April 2007
Swasiland
By flyschwolf, 11:39

Nun bin ich wieder zurück. Und es war toll. Naja, die Fahrten hin und zurück waren gewöhnungsbedürftig, aber sonst..gefahren sind wir in einer Chapa, also so einem Minibus für 15 Passagiere (normalgroß und normalbreit). Ich bin von der Natur halt etwas länger gebaut worden, wodurch ich mich schon recht falten musste. Aber so ist das halt hier in Afrika und ich bin ja gut angekommen. An der Grenze war alles etwas aufregend, weil nicht so richtig klar war, wo wir bei wem was zeigen mussten, aber wir sind auch da gut durchgekommen.
Empfangen wurden wir auf dem Busbahnhof von Manzini von einem Chaos von Stimmen und Hupen und Bussen und Minibussen und Marktständen. Total verworren und unübersichtlich, und zur gleichen Zeit anscheinden doch irgendwie geordnet. Faszinierend.
Dann habe ich mein Visum beantragt, welches ich ne Stunde später auch schon in den Händen hielt. Sehr problemlos. Nicht mal meine Fotos wollten sie haben, die ich extra habe machen lassen.

Swasiland kam uns sehr angenehm vor. Berge und Täler wechselten sich ab, die Menschen sehen sauberer und organisierter aus als in Maputo. Die Gehsteige sind heil, es gibt Geschäfte und richtliges Leben. Die saubere Luft möchte ich hier auch erwähnen.
Im Nationalpark sind wir dann auf Wanderung gegangen, haben Zebras und Impala und Nyala und so eine exotische Kuhsorte gesehen (jetzt kein Büffel, sonder so was anderes). Dazu gab es Krokodile, viele schöne Vögel und Nilpferde in der Entfernung. Zwei Tage sind wir gewandert und haben die Kulisse genossen, danach hatten wir das Gefühl genug gesehen zu haben und sind wieder zurück gefahren. Auf dem Rückweg haben wir bei der nationalen Glasfabrik vorbeigeguckt. Nunja, da wird halt Glas geformt.. aber bevor man ein schlechtes Gewissen bekommt, weil man es nicht gesehen hat und Angst hat etwas verpasst zu haben ist es besser sich das mal anzugucken.

Swasiland selber ist das kleinste Land in Afrika, hat dafür aber einen Finanzhaushalt, der gegen alle Theorien spricht. Irgendwie weiß niemand, wie sich das Land noch hält, die Währung haben sie schlauerweise an den Südafrikanischen Rand gekoppelt. Dafür hat Swasiland wohl aber die höchste Aidsrate mit irgendwas in den 40ern an Prozenten, zieht man Alte und Kinder ab, bleiben sogar noch 63% infizierte übrig. Es gibt Menschen, die rechnen in den nächsten Jahren mit einem Zusammenbruch der Gesellschaft, weil die Menschen dann einfach weg sind.

Ich konnte mir das nur schwer vorstellen, dass so beinahe jeder zweite infiziert ist. Die sehen doch alle so geschäftig und munter aus..

Zurück in Maputo wurde enem noch mal der Unterschied klar. Sofort hatte man wieder eine menge Freunde ("my friend, my friend, do you want to buy ? i make special price"), die Leute drängeln und müffeln. Aber so ist das halt. Theresia, die Reisebegleiterin sozusagen, musste (oder wollte) zurück zum Waisenhaus. Da ist der Unterschied der gesehenen Lebensweisen sicherlich noch größer.

Aber nun ruft die Arbeit, nachdem das Europafest vorbei ist (ich glaub mir wurden meine Schuhe geklaut) muss ich mir neue Aufgaben suchen. Aber dann ist ja auch erstmal Ostern, es sieht so aus, als wenn ich nach Südafrika fahre. Man muss sich die Welt ja mal angucken..

Bilder von Swasiland sind im Ordner Ausfluege unter Swasiland online !

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