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Dienstag, 10. April 2007Da bin ich wieder. Ich hoffe ihr habt alle schön die (hoffentlich) freien Tage genossen und inzwischen auch wieder gut in den Alltag geplumst.
Ich bin heute Morgen gegen acht aus dem Bus geworfen worden, weil er nicht mehr weiterfahren wollte. Aber ich ja auch nicht, so passte das ganz gut.
Letzten Mittwoch ging die Fahrt los, elf Stunden NachtbusfahrtzwischenengenSitzenundnatürlichvergessenwaszuTrinkenoderEssenmitzunehmen. So schwierig, wie das letzte "Wort" zu lesen ist, so war halt auch die Fahrt. Aber in Pretoria konnte ich mich in der kühlen (eigentlich schon kalten) Nachtluft prima recken und strecken. Dank vorbildlicher Organisation (und etwas Glück) wurde ich auch pünktlich abgeholt und zu Andrea gebracht, die, wie aufopferungsvoll, sogar a bisl früher aufgestanden ist. Immerhin war ich schon um viertel nach fünf in der Stadt.
Sie fährt zur Arbeit, ich zum EInkaufen, denn nett wie ich bin und klug wie der Brasilianer im Hostel ist, hat er mir ne Einkaufsliste gegeben. Ich möchte "doch bitte ein paar Dinge für ihn einkaufen, die es hier in Maputo nicht gibt..". Naja, ich wußte ja nicht, dass er möchte, dass ich ihm Bratpfannen und nen Drucker mitbringe ! Aber hat alles geklappt.
Und denn ging es auch spontan mit etwas Verspätung los in die Drakensberge, so mit kühlem Wetter, langer Fahrt, seltsamen Straßenverläufen und Zelten (man beachte die Großschreibung, hier meinte ich die Plastehüllen, in die man sich zum Schutz vor der bösen Umgebung verkriecht, nicht das Verb. wer zeltet schon im Kofferraum...?!?) im Kofferraum.
Unser Basecamp war wohlbedacht gewählt, mit großem Pool, einem tollen Panorama, kostenlosem Kaffee und Tee und nem Grill im Grünen. Leider musste das Grün aber auch grün und frisch bleiben, dazu hat die Natur den Regen erfunden. Und leider war es wohl mal wieder Zeit zum Gießen. Aber von ein paar Tropfen lässt man sich nicht einschüchtern, also ging es in aller Frühe am nächsten Morgen los (ich muss hier noch erwähnen, dass wir am ersten Abend ein gigantisch großes Stück Fleisch gegrillt haben, wenn ich mich nicht irre 2,5 Kilo an einem Stück. Da wurden wir alle satt..). Ab in die Berge. Auf holprigen Wegen spazierten wir so durch die Täler und Höhen, erklommen schließlich eine Art Plateau (ne Hochebene halt) und genossen die Ruhe. Nur ein paar Vögel unterbrachen, unterstüzt von ein paar zirpenden Dingseln, die Stille. Es war sehr angenehem. Wasserfälle und Flüsschen gab's auch noch, dazu Wanderstöcke (mit Liebe von EInheimischen angefertigt) und ne Packung Nüsse mit Rosinen.
Der nächste Tag war nicht schlechter, diesmal war der Pfad etwas waldiger, trotzdem nicht unspektakulärer.
Nur nachts..da hat es geregnet. Ich bin ja sehr froh, dass mir ein Zelt zum Übernachten zu Verfügung gestellt wurde, aber nach drei Nächten mit Regen und einer diagonalen Länge von 1,90 m (gefühlte 1,50) war's genug, das Wasser lief rein, und eine Mauer von Klopapier schützte meine Sachen. Trotzdem war es schön im Zelt zu schlafen, morgens früh aufzustehen und in den Bergen zu stehen, abends die Sterne angucken und vergeblich Sternenbilder versuchen zu finden..
Als der Regen aber zu doll wurde ging es am Sonntag zurück nach Pretoria. Dort hat Andrea zum Abendbrot eingeladen (mal wieder was leckres essen..), am nächsten Morgen gab's denn Brunch. Und weil die Sonne schien und man Zeit hatte und sowieso, haben wir Cricket gespielt. Hätte ja nie gedacht, dass das Spaß machen könnte..hat's aber. Und ist gar nicht mal so einfach, die Profis wissen schon, warum sie immer trainieren.
Am Montagabend ging's dann wieder in den Bus, knappe zwei Stunden stand ich in Jo'burg am Busbahnhof, weil es das Unternehmen (Intercape heißen die) verpeilt hat nen Bus nach Maputo bereit zu stellen. Aber dann haben sie doch ne Gurke gefunden und damit ging es dann zügig über die Grenze zurück ins Müllland..das ist jetzt nur auf die Straßen von Maputo bezogen. Ansonsten ist es sehr schön hier..
Gerade wurde mir mitgeteilt, dass der nächste Praktikant (kommt Ende April, beginnt mit der Arbeit Mitte Mai) wohl erstmal der letzte ist, weil Maputo als zu gefährlich für Praktikanten vom AA eingestuft wurde. So sind die hier drauf..
Fotos gibt's wie immer mit ein bisl Zeitverzögerung. Dann aber unter Ausfluege und Drakensberge. Bis die Tage !
Und nicht vergessen: der liebenswerte Herr Papa feiert heute seinen Geburtstag ! Auch hier noch mal alles Gute !
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