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Dienstag, 20. Februar 2007
Ich habe jetzt eine Seite gefunden, auf die ich meine Bilder stellen kann. In der Leiste rechts ist ein Link, dann könnt ihr euch die Bilder angucken und ausdrucken und größer machen oder speichern und übermalen.
Gestern wollte ich hier ne Cola kaufen, leider gab es die nur in einer Glasflasche. Und die Leute haben sich geweigert mir eine Glasflasche zu verkaufen, weil Glas hier seltenheitswert hat. Ich sollte doch bitte eine eigene Flasche mitbringen, in die die Cola dann gefüllt werden könnte.
So läuft das hier..
Sonntag, 18. Februar 2007
ich werde versuchen meine eintraege kuerzer zu fassen..ist ja sicherlich anstrengend so viel zu lesen.
Am Freitag war ich in der sogenannten African Bar. Dort spielte eine Band aus der Gegend. Und sie waren wirklich gut, alle haben rumgetanzt und dazu gab es Bier. war wirklich schoen. Um halb zwei hoerte die Band allerdings schon auf zu spielen. Es folgten Hits der 90er und Dancemusik.
Ich fuhr mit ner Britin und nem Kanadier mit einem Mosambikaner mit, der uns zum Hauptbahnhof brachte. Dort gibt es zwischen den Gleisen ein Jazzcafe, wo wir dann die Nacht ausklingen liessen. Ziemlich muede ging es dann ins Bett.
Der naechste Tag begann erst um eins, und damit war ich einer der ersten im Hostel, die aufstanden. Es passierte nicht viel, mal schlief man, mal blinzelte man muede in die Sonne und dann ging man sich ein paar Mangos und Ananas kaufen.
Abends stiessen zwei Australier zu uns, die und mit Kartentricks und Witzen munter hielten bis nachts um zwei. Heute bin ich ein bisl in der Stadt rumgelaufen und habe Fotos gemacht. Zuerst habe ich mich nicht getraut die Kamera rauszuholen, so viel boese geschichten...aber dann war es voll okay. ich habe nun fotos von kaputten strassen und verfallenen haeusern. Allerdings ist die Stadt zu gross und das Wetter zu heiss als das man alles fotographieren koennte. Naechste Woche werde ich mir die andere Haelfte derStadt vornehmen. Gerne haette ich Leute und Strassenhaendler fotographiert, aber ich wollte sie nicht fragen. Und so war ich ganz gluecklich ueber meinen Zoom.
Einstellen kann ich die Bilder leider nicht, weil das INternetcafe hier die technischen Voraussetzungen nicht erfuellt. Hier ist man ja froh, dass man ueberhaupt ne Seite aufrufen kann.
Danke fuer die Skypehinweise fuer das Telefonierproblem. Leider geht das jedoch nicht, weil nur ein Rechner in der Botschaft ueber einen iNternetanschluss verfuegt und man dort nichts downloaden darf. Und m INternetcafe geht so was sowieso nicht.
Mir wurde noch erzaehlt, dass man hier Wachhunde mieten kann. Die werden von der Polizei abends ausgefahren und sozusagen uebern jeweiligen Zaun geworfen. Dort leben die Hunde dann eine Nacht und werden morgens von der Polizei wieder abgeholt. Ist das nicht schoen ? Allerdings kann es dann mitunter sicherlich schwierig werden sein eigenes Haus zu verlassen oder zu betreten, denn der Hund kennt ja die jeweiligen Besitzer nicht.
Noch ein Witz: two condoms walk down the street and pass a gay bar. Says the one "C'mon let's get shitfaced"...
Ist der lustig? muss ja nicht....
Freitag, 16. Februar 2007
Ein herzliches Wilkommen in der Heimat an Mutti und Georg !
Auf das ihr euch mit dem kühleren Wetter bald wieder zurecht findet.
Vorgestern nacht wurde ein Hostelgast überfallen, so mit Messer, wie sich das hier wohl gehört. Er meinte es war schon recht beängstigend, aber wer nachts um zwei nur mit nem Mädel durch die dunklen Sraßen schlendert..
So, geschlafen habe ich mal wieder weniger als sechs Stunden. Wenn man in einem Hostel wohnt ist es schwierig früh ins Bett zu kommen.
Dafür gabe es aber gestern ein ausgezeichnetes Abendbrot, so richtig mit viel Gemüse und gesund und so.
Slowenische Mädels meinten (wir sprachen gerade über Schaben in Hostelbetten), dass Mirco ein passender Name für eine Schabe sein. Dabei möchte ich jetzt noch anmerken, dass ich diese Idee nicht unterstützt habe..
Ich habe noch was ganz tolles entdeckt; ich hab wohl ne Sonnenallergie oder so was. Wie blöde ist so was denn, ne Sonnenallergie in einem tropischen Land. Aber es hält sich noch in Grenzen, nur Hände nd Nacken sind beetroffen. Ich bilde mir ein, dass das schon wieder eggeht, wenn man esnur lange genug ignoriert.
Dann habe ich mit gestern mal Gedanken gemacht, warum so wenig Mosambikaner eigentlich rauchen. Wahrscheinlich ist es die Luft hier. Viele Autos lassen Trabis von den Abgaswerten als ziemlich sauber erscheinen, die Luft ist extrem staubig, der herumliegende Müll verfeinert noch die Duftnote. Neben dem Flughafen, der ziemlich zentral liegt, wird auf einer Mülldeponie wohl auch des öfteren Müll verbrannt. Die DÄmpfe und Rauchwolken ziehen natürlich über die Stadt hinweg. Deshalb muss man auch nicht noch extra Geld für Zigaretten ausgeben.
Donnerstag, 15. Februar 2007
ich bin sooooooooo müde.
Gestern abend war ich mit zwei Leuten von der Botschaft und ein paar Mosambikanern Dart spielen. Wider erwarten machte es spaß und ich konnte sogar ein paar Spiele für mich entscheiden. Dafür wurde es wieder etwas später..
Noch immer habe ich keine Wohnung, muss mal mit dem Brasilianer absprechen, ob wir nun ne Wohnung zusammen nehmen oder ob wir auch getrennt suchen sollten.
Heute morgen habe ich noch mal nachgerechnet; das Hostel ist gar nicht so teuer. Es kostet mich 6 Euro por Nacht, macht als bei 30 Tagen 180 Euro pro Monat. Das ist, zugegeben, nicht billig, aber wird sich von einem eigenen Zimmer nicht viel im Preis unterscheiden. Somit habe ich keinen großen Druck ein Zimmer oder so nehmen zu müssen.
Dann habe ich gestern mal darüber nachgedacht, warum Botschaften eigentlich so sehr 'befestigt' sein müssen. Aber das hat sicherlich damit zu tun, dass die Botschaft zum jeweiligen Land mit denselben Gesetzen und so gehört...und dadurch ja auch jeder der die Botschaft betritt recht auf Asyl und so beantragen könnte, oder?
Beim Arbeiten hier habe ich keine feste Aufgabe. Ab und zu bekomme ich kleinere Anträge, die zu erledigen sind. Ansonsten beschäftige ich mich hier die größte Zeit selber.
Bin auch am Überlegen, ob ich wirklich volle 16 Wochen hier bleiben möchte /muss. Ich dachte ich könnte mal verstärkt bei den NGO's anfragen, ob dort in zwei oder drei Monaten für ein paar Wochen eine Praktikantenstelle zu vergeben ist.
Meine Ketschupflasche wurde im Hostelkühlschrank in meiner Abwesenheit von jemand Unbefugtem geleert, wodurch mein allabendlichen Nudel etwas fad im Geschmack wurden.
Ich bin erstaunt über den Umgang, der zwischen weißen und schwarzen vorherrscht. Es gibt natürlich keine Unterschiede und blabla, aber die finanzielle Situation der jeweiligen Personengruppen bestimmt halt auch das Arbeitsverhältnis, was sich ja wiederum auch auf die restliche Gesellschaftlichen Felder ausdehnt.
So werden die Enheimischen hier vor allem als Securitymenschen oder Putzen eingesetzt, also für 'niedere Arbeiten'. Dementsprechend rüde wird auch teilweise mit ihnen umgesprungen.
Mir ist zum Beispiel ein Glas runtergefallen. Weil noch Wasser darn war, welches sich über den Boder verteilte ließ ich erst mal alles liegen, schließlich wollte ich mich beim aufwischen ja nicht schneiden. Am nächsten Tag war alles weggetrocknet, dafür ging mein Computer nicht. Beide Ereignisse haben allerdings nichts miteinander zu tun. Nun kam also der technische Hausmeister und sollte das Technikmoster bändigen. Er sah die Scherben und rief halt nach dem Putzmenschen, der jeden Tag 8 Stunden da ist.
Natürlich wird er dafür auch bezahlt, aber mir kommt es sonderbar vor, wenn man seine Bediensteten ruft. Wahrscheinlich bin ich nur nicht daran gewohnt Leute um mich zu haben, die mir irgendwelche Arbeiten abnehmen..
schließlci hhätte ich auch gut den Besen schwingen können.
Das ist schon wieder ein recht langer Eintrag, deshalb höre ich mal auf zu schreiben..
Mittwoch, 14. Februar 2007
Neuer Tag - neuer Eintrag.
Inzwischen habe ich mich wohl ganz gut aklimatisiert.
Gestern habe ich mich im Hostel mal wieder mit ein paar interessanten Leuten unterhalten. Weitgereiste und Weltenbummler. Da kommt man schon ins Überlegen, warum man sich so lange an einem recht dreckigem Ort aufhalten soll, wenn es doch so viele schöne Alternativen in der Umgebung gibt.
Deshalb bereite ich auch schon im Kopf eine mögliche Reiseroute für die Zeit nach dem Praktikum vor. Da ich ja ziemlich aufs Geld achten muss erweisen sich die neueren Busverbindungen als nützlich und günstig.
Aber bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit. In den mail, die mir mein Vorgänger im offiziellen Posteingang hinterlassen hat, konnte ich nachlesen, dass auch er hier nicht besonders..nunja...gefordert wurde. Ihm reichten wohl schon die sechs Wochen. Aber es kommt halt immer auf die Einstellung an. Man sollte den Aufenthalt hier genießen, mit den Leuten quatschen und sich freuen, dass man die Gelegenheit bekommen hat hierher zu reisen.
Bin noch am austüfteln, wie man wohl günstig übers Telefon mit Deutschland in Kontakt treten kann. Auch bei der Wohnungssuche hat sich noch nicht viel ergeben, vieles zu teuer, anderes sagt mir nicht zu.
Ein Brasilianer meinte er könnte was finden, nunja, bin ich mal gespannt.
Heute Mittag geht es ins Mundo. Mal sehen wie teuer das ist und ob es schmeckt. Natürlich habe ich gerade heute nicht genug Geld dabei, aber mir leiht man doch gerne was..
Vorletzte Nacht hat es mal richtig gegossen, seit dem ist die Temperatur auf ein angenehmes und ertragbares Maß gesunken.
Dienstag, 13. Februar 2007
Falls jemand das Bedürfnis verspürt mir zu schreiben (Postkarten oder Briefe), denn soll er dies bitte tun an:
Hannes Krüger
Deutsche Botschaft Maputo
Auswärtiges Amt
PF 11020 Berlin
Ich denke das müsste dann ankommen. Von Berlin geht einmal die Woche die Post ab..sozusagen..höhö.
Übrigens gibt es doch eine Stunde Zeitunterschied zu Deutschland. Hier ist es immer schpon eine Stunde weiter.
Nun werde ich aber mit meinem Arbeitstag beginnen.
Aso, zuvor grüße ich noch:
Franzl und Mutti und Oma und Gitti und Paps und Antje und Lene und Georg und Thomas und Gerda..hab ich wen vergessen? macht nichts, wird hiermit trotzdem gegrüßt !
Montag, 12. Februar 2007
Es ist halb vier, bald habe ich Feierabend.
Wirklich viel zu tun ist nicht, der stellvertretende Botschafter, welcher mich beschäftigen sollte, ist heute aus Krankheitsgründen nicht da. Also bekomme ich Zeug zum Lesen, damit ich auf dem laufenden bin. Ich werde wohl in der Kulutrabteilung beschäftigt sein, denn die diesjährigen europäischen Kulturwochen wollen organisiert werden.
Ich habe mein eigenes Zimmerchen mit Klimaanlage und Telefon sowie einem nicht internetfähigem PC.
Mit dem Telefon kann ich auch nicht telefonieren, es empfängt nur Anrufe.
Es hat mich etwas geknickt, dass ich von hier nicht nach Deutschland telefonieren kann (bzw. für 38 cent pro Minute). Somit gewinnt das Internet an Bedeutung.
Zum Mittag war ich mit einem Teil der Belegschaft essen, hat gut geschmeckt und war relativ preiswert mit 3 €.
Das Wetter ist noch immer warm, gestern abend gab es einen ordentlichen Sturm, so mit Blitz und lautem Donner und kleinen Sand (bzw Müll-) stürmen in der Straße. Da war das Hostel doch ganz gemütlich, auch wenn das Wasser kurzzeitig nicht lief, so dass ich klebrig und dreckig rumhocken musste.
Dann war ich mit einer Gruppe vom Hostel gestern abend in einer Bar, in der life Musik gespielt wurde. Man hat sich ganz nett unterhalten. Mir wurde gesagt, dass das die Bar sei, deren Betreiber in einer nebengelegenden Kunstgallerie aus alten Waffen Skulpturen basteln. Darüber hatte ich sogar schon mal ne Doku in Deutschland gesehen.
Meine Wohnungssuche neigt sich inzwischen dem Ende zu, obwohl sie noch nicht mal richtig angefangen hat. Jemand vom DED (deutscher entwicklungsdienst oder so) vermietet. Das passt, ist in der Nähe und am Samstag frisch gestrichen worden. Der Nachteil: es wird deutsch gesprochen, aber darüber würde ich zur Not noch hinweg kommen. Es sieht ja so aus, als wenn ich hier beim arbeiten genug Zeit finden könnte meinen Sprachkurs mal durchzuziehen.
Generell sind die Leute hier nett, wie sollte es auch anders sein. Um meine Visumverlängerum werde ich mich dann die nächsten Tage kümmern müssen.
So weit zu mir, gehabt euch wohl.
Sonntag, 11. Februar 2007
So, da bin ich also in Maputo. Der Flug war lang, dafuer relativ stressfrei. Leider hatten die Fluege von Bremen und von Frankfurt verspaetung, so dass ich den Anschlussflug nach Maputo auch verpasst habe. Aber South African Airways haben alles souveraen gemeistert und so bin ich geschafft, uebermuedet und stinkig angekommen.
Die Taxifahrt zum hostel war zwar kurz aber eindrucksvoll, es ging durch den slumguertel von maputo. wie in den dokumentationen sieht es aus, wellblech an wellbleche. ziemlich traurig. auch die stadt selber ist gekennzeichnet von verwahrlosung und verfall. der buergersteige nd strassen sind nirgendwo in ordnung, tiefe loecher ueberall. viel bettelnde kinder, strassenhaenler versuchen ihre obst oder autoteile an den mann zu bringen.
das wetter ist moerderisch, richtig heiss, ordentlich schwuel. die sonne knallt ohne vergleich. gestern abend hat es etwas geregnet, schliesslich ist ja regenzeit hier. aber es ging ueber einen normaleuropaeischen schauer nicht drueber. recht enttaeuschend. die muecken sind abend ueberall, aber mein anti muecken zeug fnuktioniert, habe damit also keine probleme.
Meine Unterkunft ist halt ein zimmer mit 12 betten, keiner klimanlage aber dafuer offenem Fenster. verdammt stickig ueberall, das bad ist nach etwas ueberwindung sogar benutzbar.
Die Leute im Hostel sind nett, es sind alles reisende, die hier mal ein paar tage urlaub machen und dann nach norden zu den straenden oder weiter nach suedafrika fahren.
ich war inzwischen mit einem mitarbeiter der botschaft im theater des deutsch- mosambikanischen kulutrvereins. das war ne verdammt gute show, die schauspieler, saenger und taenzer kamen dirket von der strasse und sahen auch so aus. abe sie waren gut, die musik war schoen, die gespielten stuecke leider unverstaendlich aber dafuer nett anzugucken. Einkaufen kann man her auch problemlos, im supermarkt gibt es alles was man braucht, wasser und obst ist an der strassenecke jedoch billiger. dafuer schmeckt es halt wie wasser, leider ueberhaupt nicht.
tolle straende und tuerkisblaues wasser sucht man hier vergebens, dafuer gibt es muell und eine braune suppe. der muell ist ueberall, auf der strasse, auf dem buergersteig, in den gruenanlagen...es stinkt dafuer allerdings recht wenig. die leute sind arm hier, ich habe mich noch nicht getraut etwas zu fotograohieren. ich moechte meine kamera ja behalten. aber naechstes wochenende mach ich das mal..denke ich.
ich wuerde gerne rumreisen, aber dazu fehlen geld und zit. also bleibe ich ert mal hier. leben kann man hier wohl aber ganz gut, auch wenn das preisniveau wie in deutschland ist. man gibt wirklich so viel aus wie dort. man bekommt auch viel besseres essen dafuer, aber das billige oder normale zeug gibt es hier auch nicht.
so, genug geschrieben, morgen bin ich in der botschaft und versuche mich mal da reinzufidnen. es arbeiten doch recht viele leute dort, auch wenn der botschafter und sein stellvertreter mit der eu ratspraesidentschaft beschaeftigt sind. ich glaube nicht, dass es in der ersten woche was fuer mich zu tun gibt, aber das bekomme ich ja morgen alles gesagt.
Bis dahin alles Gute, gehabt euch wohl,
ich melde mich mal wieder
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