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Der Flysch in Maputo


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Montag, 19. März 2007
Zu spääääääääät...
By flyschwolf, 14:22

Für's WE war ein Ausflug auf die Inhaca Insel geplant, ca 30 km vor Maputo. Eine Insel, auf der man Tauchen und Schnorcheln kann und ein prima Leben hat.
Also sind wir morgens am Samstag los, um sieben musste man schon bei der Fähre sein, ein recht kleines Schiff mit viel Rost. Wir kauften uns Tickets für die 2. Klasse, sind ja  immerhin billiger.  Leider und wider Erwarten berechtigte uns das jedoch nicht in der ersten Klasse zu sitzen, wo wir dann auch rausgeworfen wurden. 2. Klasse bedeutete im Bauch des Schiffes zu sitzen oder draußen an der Reling, also draußen in der knalligen Sonne. Man muss ja ins Urlaubsfeeling kommen.
2,5 Stunden dauerte die Überfahrt. Wir kamen auf einer Insel ohne viel Palmen und wenig toll aussehendem Strand an. Aber die Sonne knallte und uns war warm.

Abgeholt wurden wir von nem Mosambikaner namens Flavio, ein 16 jähriger Kerl, der uns bei jeder Gelegenheit Geld aus der Tasche ziehen wollte (bildlich gesprochen). Aber er gab uns eine Unterkunft in einer Strohhütte mit Wellbelchdach, wo wir für unschlagbare 10 Euro übernachten konnten. Verglichen mit den minimalen Kosten von 85 Dollar auf der einzige Lodge der Insel recht günstig.
Die Insel beherbergt 6000 Leute, wobei ich mir nich sicher bin wo die sich alle versteckt haben.

Egal, wir sind ab an den Strand und baden gegangen. Das Wasser hatte seine bräunliche Färbung verloren und stank auch nicht mehr wie vor Maputo. Mit der Zeit stellten wir fest, dass die Strände gar nicht wirklich da waren, denn die Flut kam ziemlich nahe. So nahe, dass mein Handtuch nass wurde und es keine Fluchtmöglichkeit mehr gab, denn hinter uns war ne Felswand. Also Strand gibts nur bei Ebbe war die Erkenntnis.
Aber war trotzdem genug Zeit, um die Haut überzustrapazieren.

Abends ging es in eins der drei Restaurant, wo man total überteuert schlechtes Essen bekam. Der nächste Tag, es war ein Ausflug zum örtlichen Riff inklusive Schnorcheln und vielen bunten Fischen geplant, begrüßte uns mit einer geschlossenen Wolkendecke und Kälte. Aber so richtig, kalt und windig. Damit fiel das Schnorcheln aus. Was aber noch bedrückender war, war die Nachricht, dass bei dem Wetter keine Fähren fahren. Wir saßen also auf der Insel fest.
Nachdem wir das übrige Geld gezählt hatten und ausgerechnet habetten was wir uns noch leisten können ging es auf nem windigen Strandspaziergang zur Biologischen Station. Nach ein paar Stunden kamen wir auch an und stellten fest, dass es ein Museum gibt. Da der Typ am Engang aber Eintritt verlangt, drehten wir wieder um. So spannend sah es dann doch nicht aus.
Der Tag verging dann mit schlafen und Lesen, abends gab es fettigen Fisch und Pommes mit Reis.

Heute morgen (am Montag fahren die Fähren nie) sind wir dann mit einem Fischerbott nach Maputo zurückgetuckert. Ein kleines Gefährt, beladen mit stinkendem Fisch von den letzten Tagen, der in Maputo verkauft werden soll, und ca 30 Leuten. Die Fahrt war sehr entspannend, erinnerte mich an den Segeltörn in Australien. Die Sonne schien wieder, die kalte Wetter vom Vortag war wohl nur ein Versehen, die Haut wollte in den Schatten, der Magen wollte was zu Essen (dafür gab es kein Geld mehr) und der Kopf wurde durch das Schaukeln ziemlich müde. Es gab aber nicht genug Platz zum Ausstrecken. Also drei Stunden langs rumkauern und Qualen im trüben Wasser suchen. War schön.

Im Hafen von Maputo angekommen habe ich mein Handy angeschaltet, denn der Akku war natürlich (passte ja gerade)  leer, so dass ich es gestern aus hatte. Kaum angemacht erreicht mich ein gehetzter Anruf aus der Botschaft, denn die Leute wußten ja nicht, wo ich abgeblieben bin. Ich konnte sie beruhigen, hatte mich halt nur um 7 Studnen verspätet. Also eilte ich shcnell zum Hostel, zog mich um und ging sofort zur Botschaft. Dort wurde mir jetzt berichtet, dass die kurz vor ner Großfahndung standen, alle Polizeistationen anrufen, Krankenhäuser und mich dann als vermisst melden. Ja, so funktioniert das. Ich war leicht gerührt über die Umsichtigkeit und konnte mich nur entschuldigen, denn ich war leider nicht im Besitz irgendeiner Handynummer von den Botschaftsmitarbeitern.

Aber nun sind alle wieder zufrieden und beruhigt. Nur ich habe noch Hunger, denn Zeit zum Essen war noch nicht.
Vielleicht lade ich noch neue Bilder hoch, ansonsten wird es morgen was.
So, und nun bin ich schön braun (eventuell ein wenig rötlich) und kümmer mich mal ein wenig um meine Aufgaben hier..

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